Prototypen & Klickdummys
Frühzeitig Feedback erhalten


Besonders bei Webprojekten im B2B und B2C Bereich ist es sinnvoll sich im Entwicklungsprozess immer wieder Feedback der späteren Benutzer einzuholen und Funktionen frühzeitig auf ihre Praxistauglichkeit zu testen. Damit komplexe Features und Bestandteile der späteren Anwendung nicht vollständig entwicklet und dann doch wieder umgebaut werden müssen, bietet sich hier der Einsatz von statischen Prototypen und Klickdummys an.

Eine gute Möglichkeit ist es dabei mit zu arbeiten, die in der Entwicklung relativ schnell umgesetzt werden können und so häufig auch Fallstricke und mögliche Planungsfehler aufzeigen.

Wissen kompakt: Ein Klickdummy ist ein zu klickender Prototyp mit sehr geringem Funktionsumfang, der in der Konzeptionsphase einer Web- oder Softwareentwicklung frühzeitiges Feedback der Anwender ermöglicht.

Layouts und Designs testen sowie Anwender besser verstehen

Das Sprichwort „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“ drückt aus, dass sich Sachverhalte (oftmals) leichter mit Bildern als (ausschließlich) mit Sprache darstellen lassen. Beim Klickdummy verhält es sich ähnlich. Er ist ein klickbarer Prototyp, der im Zuge einer Web- oder Softwareentwicklung – also bspw. beim Entwurf von Websites oder der Programmierung von Webanwendungen – frühzeitiges Feedback der Anwender ermöglicht. Der Klickdummy ist ein Hilfsmittel zur Darstellung von Software- oder Weboberflächen, oder zur Demonstration von Workflows und Use Cases.

Meist kommt der Klickdummy in der Konzeptionsphase zum Einsatz. Dabei vermittelt er unter Umständen den Eindruck eines weitgehend „fertigen“ Produkts, obwohl er keine oder weitestgehend keine Funktion bereitstellt. Es ist im wahrsten Sinne des Wortes eine dumme Lösung, die das Klicken von Elementen wie Buttons, Schaltflächen oder Links ermöglicht und somit hilft

  • unterschiedliche Layouts und Designs zu testen,
  • die Erwartungen der Anwender zu überprüfen,
  • auf das Verhalten der Anwender zu reagieren,
  • und Websites, Webanwendungen oder Apps agil zu entwickeln.


Was sind die Vorteile von Klickdummys?

„Als Kunde meiner Bank möchte ich eine moderne, einfach zu bedienende Oberfläche an den Geldautomaten nutzen, um so bspw. nicht nur Geld abheben, sondern auch meine PIN-Nummer und meine Adresse ändern zu können. Auch möchte ich die Frequenz der postalisch versendeten Kontoauszüge am Geldautomaten anpassen.“  So könnte eine Anforderung eines Bankkunden lauten. Und jetzt? Was meint der Kunde genau? Was ist für ihn „modern“, was bedeutet „einfach zu bedienen“? Möchte er jede Funktion mit einem Klick erreichen oder würde er auch per Menü zu den Punkten navigieren? Und falls Menü, wo und wie sollte es angeordnet und strukturiert werden?

In einer scheinbar einfachen Anforderungen kann viel Interpretationsspielraum stecken. Mit einem Klickdummy lassen sich

  • Kunden, Anwender oder Auftraggeber schon während der Konzeptionsphase einbinden.
  • Unsicherheiten und Unklarheiten iterativ reduzieren bzw. Anforderungen und Wünsche besser verstehen.
  • die User Experience frühzeitig in den Mittelpunkt stellen und so nachhaltig verbessern.
  • Kosten vermeiden, die durch eine vorschnelle Implementierung entstehen würden.

In Verbindung mit dem Einsatz eines Klickdummys ist es eine gute Option, sich im Vorfeld Aufgaben für die Anwender zu überlegen („Als erstes heben Sie bitte 100 Euro ab, danach ändern Sie bitte Ihre PIN-Nummer.“). Während der Anwendung können Beobachtungstechniken wie Feldbeobachtung und Contextual Inquiry, oder Befragungstechniken zum Einsatz kommen. In den letzten Jahren erfreuen sich auch interaktive Formate wie bspw. das Usability Testessen, bei dem Prototypen, Websites oder Apps bei Pizza, Bier oder Brause auf ihre Gebrauchstauglichkeit getestet werden, einer steigenden Beliebtheit.

Was ist eigentich ein Klickdummy und worin liegt der Sinn?

Besonders bei Webprojekten im B2B-Bereich ist es sinnvoll im Entwicklungsprozess immer wieder Feedback der späteren Benutzer einzuholen, verschiedene Lösungsansätze und Funktionen frühzeitig auf ihre Praxistauglichkeit zu testen.

Damit komplexe Features und Bestandteile der späteren Anwendung nicht vollständig entwicklet und dann doch wieder umgebaut werden müssen, bietet es sich hier an, Teile der Anwendung als Prototypen auch Klickdummy genannt für einen ersten Praxistest in einer rudimentären Version umzusetzen.

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